Alt werden möchten viele, alt sein dagegen wohl niemand. Den Ruhestand sehr lange gesund erleben und die freie Zeit, die dann zur Verfügung steht, bewußt und aktiv nutzen. Aber auch im Alter kostet das Leben Geld und das muß irgendwo herkommen.
Die gesetzliche Rente stellt nur noch den "Kern der Altersversorgung" dar. Niemand, der im Alter am gewohnten Lebensstandard keine großen Abstriche machen möchte, kommt daher um eine private Vorsorge mehr herum.
Allerdings ist für viele, wenn nicht gar für die meisten, völlig unklar, wieviel man denn überhaupt sparen muß, damit es im Alter möglich wird den Lebensstandard zu halten. Als grundlegende Faustregel zur Orientierung gilt dabei: Berufstätige sollten ca. 10 Prozent ihres monatlichen Bruttoeinkommens für dei Vorsorge im Alter zurücklegen. Dieser Wert stellt allerdings nur eine Groborientierung dar. Er kann und sollte das genaue Nachrechnen nicht ersetzen.
Als Grundlage dient dabei eine Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben von heute und die Schätzungen, wie dies im Alter aussehen wird. Die momentane Situation ist nicht schwer zu ermitteln, das Einkommen im Alter läßt sich meist nur ungenau vohersagen. Es sind dabei alle Arten von Einkommen zu berücksichtigen, die im konkreten Fall auftreten können. Da ist zum Ersten die gesetzliche Rente, deren Höhe man aus den Mitteilungen des Renteversicherungsträgers ablesen kann. Hinzu kommt eine eventuelle Betriebsrente. Deren Höhe läßt sich bei der Personalabteilung erfagen. Fällige Auszahlungen aus Fonds, Sparplänen, Aktiendepots, Leistungen aus
Lebens- und Rentenversicherungen lassen sich bei den Anbietern dieser Verträge erfragen. Sonstige, immer wiederkehrende Einnahmen, die auch im Alter nicht versiegen, wie zum Beispiel Mieteinnahmen, sind ebenfalls zu berücksichtigen.
Bei den Ausgaben sollte man genau überlegen, welche Ausgaben im Vergleich zu heute ähnlich bleiben ( Lebensmittel, Kleidung, Miete, Strom, Wasser, Heizung ), welche im Alter hinzukommen ( Gesundheit, Freizeit, Hobbies ) und welche im Alter wegfallen.
Rechnet man nun Einnahmen und Ausgaben zusammen, ergibt sich daraus die Versorgungslücke, die beim Eintritt in den Ruhestand entsteht. Die Differenz aus der Summe der Ausgaben und der monatlichen gesetzlichen Rente ergibt den Betrag, den die
private Altersvorsorge erbringen muß.
Welche Art der Altersvorsorge für jeden Einzelnen die beste ist, sollte dabei genau verglichen werden. Eines ist allen Arten gemeinsam: Je früher man damit beginnt, desto mehr kommt am Ende dabei heraus bzw. desto weniger muß man monatlich aufwenden, um das gleiche Ergebnis zu erzielen.